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Über die Geduld

(von Rainer Maria Rilke)

Man muss den Dingen
die eigene, stille
ungestörte Entwicklung lassen,
die tief von innen kommt
und durch nichts gedrängt
oder beschleunigt werden kann,
alles ist austragen – und
dann gebären...

Reifen wie der Baum,
der seine Säfte nicht drängt
und getrost in den Stürmen des Frühlings steht,
ohne Angst,
dass dahinter kein Sommer
kommen könnte.

Er kommt doch!

Aber er kommt nur zu den Geduldigen,
die da sind, als ob die Ewigkeit
vor ihnen läge,
so sorglos, still und weit...

Man muss Geduld haben

Mit dem Ungelösten im Herzen,
und versuchen, die Fragen selber lieb zu haben,
wie verschlossene Stuben,
und wie Bücher, die in einer sehr fremden Sprache
geschrieben sind.

Es handelt sich darum, alles zu leben.
Wenn man die Fragen lebt, lebt man vielleicht allmählich,
ohne es zu merken,
eines fremden Tages
in die Antworten hinein.

Wie viele Störungen werden durch ständige Ungeduld oder Stress erzeugt,
die im Ergebnis weder ein Produkt schneller auf den Markt bringen, noch die  Arbeitsmoral heben.

Eher das Gegenteil ist der Fall.
Der durch Ungeduld erzeugte Stress verursacht Fehlleistungen in der Arbeit,
Konzentrationsmängel, Verdauungsprobleme jeglicher Art und Magengeschwüre.
Viele andere Erkrankungen sind direkt auf die Abwesenheit von Geduld zurückzuführen oder könnten mit Geduld besser heilen.

Nur was hat das mit Lebensfreude zu tun?

Wir alle haben schon die Erfahrung gemacht, welche riesige Freude es uns bereitet hat,
wenn wir eine Arbeit, ein Hobby mit viel Geduld zu einem guten Ende brachten.
Die Zufriedenheit, die Freude ist immens.
Wir erinnern uns auch gerne daran, wie viel Zeit, Ausdauer und Aufmerksamkeit uns diese Aufgabe gekostet hat
und jedes Mal, wenn wir uns daran erinnern, erfüllt es uns mit Stolz und Freude.

Die Aufgabe bekommt eine andere Bedeutung, eine andere Tiefe.
Sie stärkt unser Selbstvertrauen, unser Selbstbewusstsein und ermutigt uns, uns an noch grössere Aufgaben und Projekte heran zu wagen.