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Kommunikation erkennen und verbessern

Der kürzeste Weg zwischen zwei Menschen - ist ein Lächeln

Wie steht es um Ihre Kommunikation?
Ist Ihnen bewusst wie man Kommunikation richtig nutzt und einsetzt?
Wieso reden Menschen so oft aneinander vorbei?

Probleme werden lieber totgeschwiegen als gelöst. Missverständnisse werden mit verbaler Aggressivität, anstatt mit vernünftig positiven Worten geklärt. Solche Probleme verschwinden, wenn man sich erst einmal bewusst macht, wie wir überhaupt miteinander reden. Kommunikation läuft immer auf vier "Kanälen" gleichzeitig.

Der Hamburger Psychologe Friedemann Schulz von Thun hat eine brilliante Theorie der Kommunikation aufgestellt
"das Nachrichtenmodell".
Es ermöglicht das Hören mit „vier Ohren“ und führt zu einer klareren Kommunikation in Auseinandersetzung und bei Konflikten. Das Beachten von bestimmten Regeln in der Kommunikation, ermöglicht einen Umgang in Beziehungen, ohne dass diese eskalieren.

Jede Botschaft in der Kommunikation lässt sich auf vier Ebenen empfangen:

  • Die Sach-Ebene  - rein informativ
  • Die Beziehungs-Ebene - was hält der Sender vom Empfänger/wie stehen beide zueinander
  • Die Appell- Ebene - wozu soll der Empfänger veranlasst werden
  • Selbstoffenbarungs-Ebene - was gebe ich von mir selbst preis?

Als Beispiel stellen sie sich nun mal vor: ich mache als Sender die  folgende Aussage:

"Sie sollten ihre Kommunikation verbessern".

Jetzt haben Sie als Empfänger vier Möglichkeiten zu beurteilen, wie sie die Kommunikation deuten:

  • Sie können die reine Sachbotschaft hören (so, wie sie dasteht).
  • Sie können eine Beziehungsbotschaft hören (die Schreiberin erlaubt sich, mich zu beurteilen ).
  • Sie können eine Selbstoffenbarung erkennen ( wie kommt sie darauf, mir das zu unterstellen).
  • Oder bei Ihnen kommt der Appell an ("Nutze diese Erkenntnis!").

Während die Beziehungsbotschaft bei Ihnen vielleicht zu einer Abwehrreaktion führt ("Diese Schreiberin weiß überhaupt nicht was für mich gut ist!"), könnte die Selbstoffenbarung die Reaktion hervorrufen ("Ich könnte mir mal ein Kommunikation-Buch besorgen!").

Noch ein Beispiel für Kommunikation: Ein Ehepaar fährt im Auto, sie fährt und wartet an einer Ampel.
Mann: „Du, da vorne ist grün!"

Frau: „Fährst du oder fahre ich!?"

Diese Situation, die sehr leicht in einen Ehekrach übergehen kann, lässt sich nach dem Nachrichtenmodell der Kommunikation erklären.
Der Mann will vielleicht nur eine Sachinformation geben („Die Ampel ist grün"), da die Frau das Signal übersehen hat.
Die Reaktion der Frau deutet jedoch darauf hin, dass die Nachricht auf der Beziehungsebene bei ihr anders angekommen ist.  Sie fühlt sich vielleicht von ihrem Mann bevormundet und wehrt sich dagegen. In diesem Fall bedeutet die Aussage des Mannes auch eine Selbstoffenbarung. („Ich bin aufmerksam und fahrtüchtig, was man von Frauen nicht immer sagen kann").
Die Reaktion der Frau kann auch als Selbstoffenbarung ihrerseits interpretiert werden (sie hat evtl. das Vorurteil: Männer wissen alles besser).
In diesem Fall tut sie ihrem Mann unrecht, wenn er beispielsweise nur einen Apell senden will, die Frau soll einfach fahren.
Dieses Beispiel zeigt, wie schnell es zwischen zwei Menschen zu Unstimmigkeiten kommen, wegen der Kommunikations.

Wenn Sie sich jetzt noch vorstellen, dass der Sender ebenfalls vier Möglichkeiten hat, seine Botschaft zu übermitteln, wird Ihnen auch einiges klar, oder? Also muss der Sender sich auch damit beschäftigen, wie die Botschaft vom Empfänger aufgenommen wird. Genau hier entsteht dann bereits das erste Problem. Weil der Sender z.B. eine rein sachliche Nachricht an den Empfänger gibt, dieser hört aber nur auf der Beziehungsebene hin. Schon hat man ein Missverständnis durch unbewusste Kommunikation.

Es gibt keine absoluten Nachrichten bei der Kommunikation– es gibt nur Interpretationen!

Es ist erstaunlich, was wir selbst in der Kommunikation falsch machen können, ohne es zu bemerken. Das Resultat der missglückten Kommunikation ist dann nicht selten Unverständnis oder auch ein handfester Streit. Diese so erhellend Theorie der Kommunikation lässt sich zur Analyse aller Konflikte anwenden. Ob privat oder beruflich zeigt es: Keiner von uns ist nur Opfer – jeder ist an Konflikten beteiligt und kann den Teufelskreis durchbrechen. Man kann bewusster sein, was man sagt oder was der andere vielleicht tatsächlich gemeint haben könnte.  Also anstatt sofort zu streiten, weil man sich angegriffen fühlt, erst mal die Ebenen der Kommunikation überprüfen und hinterfragen. Man kann seine Kommunikation und Beziehungen deutlich verbessern - einfach aufmerksam sein.
http://de.wikipedia.org/wiki/Schulz von Thun

Erkennen und verbessern Sie Ihre Kommunikation für entspanntere Beziehungen - es lohnt sich!

Herzlichst Ihre
Sigrid Schulte

Informationsaustausch, Kommunikation, austauschen, miteinander reden, sich mitteieln, Sender, Empfänger, Nachrichtenmodell